Plötzlich sah ich mich selbst:
- Notizen machen, die niemand liest
- Aufgabenlisten erstellen, die nur mich beruhigen.
- Produkte optimieren, die noch nicht mal veröffentlicht sind.
Ich hatte die Dinge richtig gemacht.
Aber nicht die richtigen.
Erwischt?
Wir alle kennen das:
- Details polieren, die nur wir bemerken.
- „Ja“ sagen und es später bereuen.
- Beschäftigt sein, ohne voranzukommen.
Tim Ferriss bringt auf den Punkt:
1. Doing something unimportant well does not make it important.
2. Requiring a lot of time does not make a task important.– Tim Ferris
Die Frage ist also nicht: „Wie mache ich das?“
Sondern: „Sollte ich das überhaupt tun?“
Mein Moment der Erkenntnis letzte Woche:
Ich optimierte ein Produkt bis mir klar wurde: Es war noch nicht mal online.
Also veröffentlichte ich es endlich.
Und gewann Zeit für das, was wirklich zählt:
- Ein Brainstorming mit meinem Kollegen (um echte Probleme zu lösen)
- Ein Nachmittag mit meinen Kindern (den ich sonst verpasst hätte)
Dein 10-Sekunden-Aufgaben-Check:
- „Was passiert, wenn ich das nicht mache?“ → Nichts? → Streichen.
- „Bringt es mich meinem Ziel näher?“ → Nein? → Weg damit.
Warum ich trotzdem in die Falle getappt bin?
Weil ich liebe, wie es sich anfühlt, wenn meine Aufgabenliste abgehakt wird – selbst wenn alles darauf unwichtig war.
Es ist wie Junk Food fürs Ego: Kurz befriedigend. Langfristig ungesund.
Die Wahrheit?
Perfektionismus ist oft getarnte Prokrastination.
„Ja“ zu Unwichtigem = „Nein“ zum Wesentlichen.
Was ich daraus gelernt habe (und du in 5 Minuten umsetzen kannst):
Ich nahm meine Aufgabenlisten für heute und strich alles, was keine echten Konsequenzen gehabt hätte.
Übrig blieben zwei Aufgaben:
- Monatsretro & Jahresplan (weil mich das voranbringt)
- Diesen Text schreiben (weil er dir vielleicht hilft, meine Fehler zu vermeiden).
Deine Aufgabe für heute:
Welche eine Sache streichst du jetzt?
(Und falls du denkst: „Aber ich muss doch…“
Frag dich: Wirklich?
Oder hast du nur Angst?)