In der heutigen Zeit fällt es schwer, Inhalte nicht nur zu konsumieren, sondern diese auch zu verdauen. Dabei bleibt wie bei Fast Food oft weniger hängen als erhofft.

Ich bin gerne im Internet unterwegs. Und währenddessen laufen mir viele Artikel, Videos, Zitate oder Bücher über den Weg. Manches schaue ich mir direkt an, einiges wandert auf eine Liste zum später anschauen.

Es ist nichts Neues, dass die Algorithmen der sozialen Netzwerke darauf ausgelegt sind, mich und andere Nutzer:innen so lange wie möglich auf der Seite zu halten. Und so bleibt es selten bei einem Video und neue Inhalte kommen von allen Seiten an und wollen auch noch konsumiert werden. Ich habe dabei mehr als einmal festgestellt, dass ich den wirklichen Inhalt nur selten aufnehme.

Bewusst verarbeiten - Aufmerksamkeits-Raum beachten

Mir geht es darum, den Attentional Space - den Aufmerksamkeits-Raum - bewusster zu gestalten. Ich bin über den Artikel "How to Increase Your Attention Span | by Marta Brzosko | Better Humans" zu der Idee gekommen.

Normalerweise versuche ich jede freie Minute zu nutzen. Sei es der Podcast beim Gassi mit dem Hund, Musik oder eine Serie nebenher bei der Hausarbeit oder das Handy beim Warten auf die Bahn. Diese Ablenkung vom Nichts tun war bei mir allgegenwärtig. Ich mag die Ruhe nicht, oder bin sie nicht gewohnt.

Unser Gehirn funktioniert so aber nicht gut. Es ist wichtig, Gedanken und Ideen Raum zum Reifen zu geben. Egal, was wir tun, wir haben immer nur eine begrenzte Kapazität in unserem Kopf "frei".

Bild Attentional Space

Kreativität braucht Zeit und Ruhe

Wenn ich jetzt aber die freien Räume mit weiteren Tätigkeiten auffülle, bleibt kein Platz, um Gedanken weiter zu durchdenken oder Ideen reifen zu lassen. Der Kopf ist mit anderen Sachen beschäftigt und hat nicht genügend Kapazität, um neue Gedanken zuzulassen. Das Ausnutzen der freien Minuten mit zusätzlichen Eindrücken kann langfristig also eher schädlich sein, da man oft nur Zeit für oberflächliche Gedanken hat.

Was habe ich geändert und wie geht es mir damit?

Ich versuche mir aktiv Räume zu schaffen, das Konsumierte auch zu verarbeiten.

Ich mache mir während der Videos, Artikel, Podcasts oder Bücher Notizen. Diese werden zusammen mit dem Inhalt selbst in meiner Inspirations-Bibliothek erfasst. So komme ich vom reinen Konsumieren weg und mache mir auch eigene Gedanken. Ebenso versuche ich nur mit festen Zielen in sozialen Netzwerken unterwegs zu sein. So merke ich nicht nach 2 Stunden und 10 Katzen-Videos, dass ich eigentlich was anderes vor hatte ;)

Ich versuche auch immer öfter keinen Podcast beim Gassi zu hören und das Handy nicht immer in jeder freien Minute anzustarren.

Klappt nicht immer, aber immer öfter.

Robert Janus Profilfoto

Hallo, ich bin Robert ✌🏼

Ich möchte zu agilem, digitalen Denken inspirieren und erstelle dafür Artikel wie diesen. Hier erfährst du noch mehr über mich.

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