So erstellt man eine Webseite. 5 Wege zu deiner Webseite

Zahlreiche Webseiten, Tutorials, Kurse und YouTube-Videos zeigen dir bereits, wie eine Webseite aufgebaut werden muss. Dabei widersprechen sich die einzelnen Webseiten immer wieder. In diesem Artikel zeige ich dir, wie es geht. Widerspreche mir aber ebenfalls immer wieder in jedem Abschnitt.

letzte Änderung im Nov 2022 | Lesezeit: 7 Minuten

Ich zeige dir, welche Vorteile fertige Webbaukästen haben. Wie schnell man mit ihnen starten kann und dass man keine Vorkenntnisse benötigt. Oder ich erkläre dir, wie wichtig es ist, jede Programmzeile selbst zu schreiben. Nur so hat man wirklich alles unter Kontrolle. Auch gibt es gute Argumente für große CMS Systeme mit zahlreichen Plugins und Erweiterungsmöglichkeiten. Oder ein gut angepasstes System ohne viel Ballast. Oder überhaupt keine Webseite.

Welcher der richtige Weg ist?
Woran glaube ich? 
Das alles funktioniert. Es kommt auf die Perspektive an.

Also legen wir los und ich zeige dir, wie eine du eine Webseite erstellen musst.

Inhaltsverzeichnis

So erstellt man eine Webseite:
Mit fertigen Webseiten-Baukästen

Du willst eine Webseite erstellen und dich nicht mit der Technik beschäftigen. Es soll einfach funktionieren.

Wenn du dein Auto in die Werkstatt bringst, setzt du dich auch nicht neben den Mechaniker und reichst ihm das Werkzeug oder hältst die Ölwanne. Warum solltest du es also bei einer Webseite anders machen? Welchen Sinn hat es, die technischen Details zu kennen? Mit wenigen Klicks kommt aus den Baukästen eine ansehnliche Lösung heraus.

Du brauchst dich nicht mit Agenturen beschäftigen und hast dafür auch keine Zeit und Geld. Auch musst du nicht wissen, was ein Webhoster oder ein Domain-Service ist.

Alles ist technisch immer auf dem neuesten Stand. Du brauchst dich nicht um Updates kümmern. Es reicht, wenn der Computer und das Handy diese ständig verlangen.

Und auch wenn du nicht Design studiert hast, gibt es fertige Templates. Eine Farbänderung hier, eine neue Schriftart dort. Fertig.

Die Kosten sind überschaubar und wenn du die Webseite nicht mehr benötigst, kannst du die Verträge einfach kündigen. Wenn es später doch noch etwas mehr wie ein Shop oder Blog sein soll, dann kannst du diesen auch mit wenigen Klicks hinzufügen.

Es ist also ganz einfach.

Du benötigst eine Webseite.
Kein Grundlagenkurs in HTML.
Du erstellst deine Webseite mit einem fertigen Webseiten-Baukasten.

So erstellt man eine Webseite:
Eine Webseite vom Profi

Deine Webseite soll so individuell wie du sein und professionell und sicher laufen? Dann führt kein Weg vorbei an Profis wie Web-Agenturen.

Du willst nicht einfach nur eine Webseite, du willst deine Webseite. Du benötigst eine maßgeschneiderte Lösung. Du möchtest auf das Know-how der Experten zurückgreifen. Und du möchtest eine schnelle und einfache Lösung für dich haben.

Du bekommst alles aus einer Hand. Du hast einen echten Ansprechpartner. Und sollte mal etwas nicht funktionieren, reicht ein Anruf oder eine E-Mail und die Profis übernehmen.

Eine Agentur kann dir auch weitere Services bieten.
Du benötigst passende T-Shirts? Du möchtest Anzeigen schalten? Oder deine Seite bei Google besser auffindbar machen?
Dann können dir die Profis in einer Agentur helfen. Es gibt für jedes Thema passende Ansprechpartner:innen.

Im Gegensatz zu den immer gleich aussehenden Baukästen hebt sich deine Webseite optisch und auch funktional von den Mitbewerbern ab.

Du möchtest dich um dein Geschäft kümmern und nicht im Sandkasten etwas zusammenklicken.

Du bist ein Profi. Also ist auch deine Webseite vom Profi.

So erstellt man eine Webseite:
Alles selbst programmiert

Du liebst es zu programmieren.

Das Klicken der Tastatur. Der Flow, der sich mit jeder weiteren Zeile Programmcode weiter vertieft.

Es geht einfach nichts über ein Stück Software, dass man selbst erschaffen hat. Nicht Copy-and-paste aus Github, sondern sorgfältig überlegt und dann die Ideen in Code umgewandelt. Nur so geht es für dich.

Durch deine langjährige Erfahrung hast du viele Features bereits umgesetzt. Du hast alles schon einmal gemacht und hast dadurch eine Bibliothek an Funktionen, Klassen und Methoden.

Du magst es, ganz nah und ohne komplizierte Frameworks zu arbeiten. Diese müssen auch gelernt werden. Und wenn sich grundlegende Dinge ändern, musst du auch deinen Code anpassen. Das passt aber nicht zu dir.

Du möchtest dir deine eigenen Systeme schaffen und nicht von anderen abhängig sein. Du verzichtest gerne auf den Komfort und hast dafür alles im Griff.

Du kennst jede Zeile Programmcode.
Weil du sie selbst geschrieben hast.
Und so erstellst du auch deine Webseite.

So erstellt man eine Webseite:
Ein bekanntes CMS verwenden

Dir ist wichtig, dass deine Seite langfristig wartbar bleibt. Du möchtest möglichst viele Plug-ins zur Verfügung haben, ohne selbst programmieren zu müssen.

Es ist einfach, du wählst dir ein großes und weitverbreitetes (Content-Management-)System aus.

Die Systeme sind weitverbreitet, weil sie nutzerfreundlich sind und ausgezeichnet funktionieren. Die Installation und Aktualisierung kann einfach vorgenommen werden oder es gibt detaillierte Tutorials dafür.

Für viele Anforderungen gibt es fertige Lösungen.

Für externe Programme und Dienstleister gibt es zahlreiche Erweiterungen.

Und wenn du selbst einmal nicht weiterkommst, gibt es für weitverbreitete Systeme auch viele Hilfe-Anlaufstellen im Netz. Sei es über Foren oder YouTube, du wirst mit deinem Problem selten allein dastehen.

Du kannst dich mit einem CMS rein auf die Inhalte konzentrieren. Zusätzliche Aufgaben können intern oder extern abgegeben werden. So lassen sich auch größere Webseiten im Team bearbeiten und jede:r kann sich auf die eigenen Stärken konzentrieren.

Obwohl große Systeme anfälliger für Sicherheitslücken oder Angriffe sein können, werden diese von größeren Teams gewartet und Sicherheitsupdates werden länger und schneller bereitgestellt.

Je bekannter ein System ist, desto mehr Nutzer:innen hat es.

Und mit vielen Nutzer:innen kommen auch viele Entwickler:innen, die das System pflegen, erweitern und warten können.

Du verlässt dich gerne auf die Intelligenz der Masse, also nutzt du ein großes CMS für deine Webseite.

So erstellt man eine Webseite:
Überhaupt keine Webseite nutzen

Jetzt mal ehrlich. Wer hat überhaupt noch die Nerven, eine eigene Webseite zu erstellen? Und selbst wenn diese fertig ist, ist es damit nicht getan.

Man benötigt ständig neue Inhalte. Du musst Besucher auf die Seite bringen. Du musst die Technik im Blick haben.
Aber das ist nicht, was du willst.

Du willst mit deinen Kunden und Nutzern interagieren. Du willst Dinge erschaffen, virtuell oder im Realen. Und du willst es deinen Nutzern möglichst einfach machen. Das alles ist schwierig genug. Da brauchst du nicht noch zusätzliche Herausforderungen mit dem Betrieb und der Erstellung einer Webseite.

Also machst du es dir einfach. Du gehst dahin, wo deine Kunden bereits sind.
In sozialen Netzwerken, auf großen und kleinen Plattformen, im Lokalteil der Zeitung oder ganz woanders.
Egal, wo es auch ist, dort bist du auch.

Du zwingst den Leuten keine neuen Denkmuster auf. Sondern passt dich an und triffst deine Nutzer:innen in der natürlichen Umgebung. Es soll für alle möglichst einfach funktionieren.

Du kannst dir schon selbst nicht alle Login-Daten merken. Warum sollte es also bei anderen besser funktionieren?

Technik ist für dich ein Werkzeug. Und du nutzt lieber vorhandene Werkzeuge, als die Leute von deinen speziellen Werkzeugen überzeugen zu wollen.

Du musst dir um die vielen Spezialisierungen keine Gedanken machen. Du brauchst nicht alle UI/UX-Trends und Best Practices zu kennen. Du musst keine Unsummen für Marketing ausgeben, damit sich die Nutzer überhaupt auf deine Seite verirren.

Du musst nur da sein.
Und um da zu sein, braucht es keine Webseite.
Also brauchst du keine Webseite.

So erstellt man eine Webseite:
Die Visitenkarten-Webseite

Im Grunde reicht dir etwas ganz Einfaches.
Du möchtest deine Kontaktdaten bereitstellen. So wie es bei einer Visitenkarte der Fall ist.
Keine langen Texte, keine Videos oder Ähnliches. Einfach nur eine Möglichkeit, dich zu kontaktieren.

Deine Kunden können bei dir nichts online abschließen oder kaufen. Es geht darum, in Kontakt zu treten und eine Beziehung aufzubauen. Und du möchtest diese Beziehung direkt aufbauen. Im Kontakt per Telefon, E-Mail oder ganz klassisch vor Ort. Also gibst du deinen Kunden auch nur dies an die Hand. Ein einfaches Kontaktformular, eine Telefon- oder Handynummer und deine Adresse.

Und auch wenn es bei dir nicht um Kunden geht, dann gibst du deine Webseite wie eine Visitenkarte weiter.
Dein Gegenüber kann sich bei dir melden, wenn Zeit ist.

Du benötigst keine aufwendigen und wartungsintensiven Systeme und möchtest auch nicht mit allen möglichen Suchbegriffen bei Google weit oben zu finden sein. Es geht dir nicht darum, ein Content-Hub oder eine Community bereitzustellen.

Dein Fokus liegt im Realen.
Also entspricht deine Webseite auch etwas Realem.
Deine Webseite ist deine Visitenkarte.

Abschließender Hinweis

💡 Der Artikel wurde inspiriert von "How to Live" von Derek Sivers (Thanks Derek!).

Robert Janus Profilfoto

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Ich möchte zu agilem, digitalen Denken inspirieren und erstelle dafür Artikel wie diesen. Hier erfährst du noch mehr über mich.
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