Welche 3 Erkenntnisse ich vom "Pathless Path" mitnehme

Was für eine Reise ... soviel hatte der Kindle seit der Anschaffung noch nicht zu tun 📚 Grund war das Buch "The Pathless Path" von Paul Millerd.

letzte Änderung im Nov 2022 | Lesezeit: 5 Minuten
The Pathless Path auf meinem Kindle

Mit dem Lesen bin ich durch, das Verarbeiten ist aber noch in vollem Gange.

Paul beschreibt einen Weg vom relativ klassischen Job hin zu seinem persönlichen „pathless path“. Und damit auch seiner individuellen Herangehensweise an das Leben und die Arbeit. Mein Notizbuch ist voll und ich werde hier weitere Zitate und Gedanken mit euch teilen.

Auch wenn ich weder seine Hintergrundgeschichte noch seinen derzeitigen Weg genauso erlebt habe und erlebe, fand ich seine Gedanken sehr inspirierend. Und saß oft nickend vor dem Buch.

🌟 Neben zahlreichen Notizen habe ich mir folgende Sachen mitgenommen:

+ Es gibt unendliche viele Möglichkeiten zu leben und zu arbeiten - und alle sind valide.

+ Das war vor 100 Jahren noch anders: Die Arbeit als zentrales Element für ein gutes Leben und niedrige Arbeitslosenzahlen als Indikator für eine erfolgreiche Gesellschaft zu sehen.

+ Es benötigt Zeit, seinen eigenen Weg zu finden - und es ist okay, sich verloren zu fühlen.


Für alle, die das Buch noch nicht gelesen haben:
🔥 Empfehlung! Speziell, wenn du dich gerade selbst auf einer Reise befindest.

Gehst du lieber den bekannten oder unbekannten Weg?

Eine Weggabelung mit Meer und Schiffen im Hinterund

Ich habe mir diese Frage vor über einem Jahr auch gestellt und es wäre zu gelogen, wenn ich jetzt sage, dass es eine einfache Entscheidung war und ich sofort wusste, wohin ich will.

Einerseits gab es klassische Jobs und Stellenanzeigen mit klaren Karrierepfaden in kleinen und großen Unternehmen.
Andererseits der Schritt ins Unbekannte.
In eine Selbstständigkeit, bei der ich zwar mehr selbst bestimmen kann, aber auch mehr zu verantworten habe. Und es gab auch den Zwischenweg, ein bisschen Selbstständigkeit, gepaart mit einer Festanstellung.

Es wäre gelogen, wenn ich jetzt sage, dass es eine einfache Entscheidung war und ich sofort wusste, wohin ich will.

Obwohl ich auch in bisherigen Rollen stets mehr gemacht und mit Leidenschaft gearbeitet habe, wusste ich nicht, ob ich das Zeug zur Selbstständigkeit habe. Und weiß es auch heute nicht immer. Es gibt zu viele Unbekannte in der Gleichung und ein klarer Pfad ist nicht immer zu erkennen.

Ein Zitat fasst es für mich gut zusammen:

„…it is better for reputation to fail conventionally than to succeed unconventionally.“
John Maynard Keynes

Was für mich auch darin steht:

Im Unbekannten und Unkonventionellen zu stolpern wird schneller verurteilt, als wenn man im Bekannten und Konventionellen bleibt und ins Straucheln gerät.

Dominiert die Arbeit mein Leben?

Ein Tablet, Smartphone und Kalender auf einem Schreibtisch

Arbeit kann bestimmen, wo ich lebe oder was ich in meiner Freizeit unternehme. Ebenso meine Gewohnheiten oder die Leute, die ich täglich sehe. Natürlich muss das nichts Schlechtes sein.

Es kommt wie so oft auf die eigenen Umstände an.

Es kann okay sein, wenn ich für den Traumjob umziehe oder Hobbys nicht mehr so exzessiv ausüben kann. Es kann auch etwas Gutes sein, wenn ich täglich "raus muss« oder regelmäßige Termine habe. Und auch soziale Kontakte kann ich über die gemeinsame Arbeit einfacher pflegen.

Aufpassen muss ich aber, wenn meine Entscheidungen zu sehr von der Arbeit abhängen. Wenn ich eigentlich etwas anderes machen möchte, es aber nicht funktioniert, weil der Job es nicht zulässt. Und wenn ich »außerhalb der Arbeit« keine anderen Kontakte mehr habe und dadurch auch alle Gespräche nur noch über und auf der Arbeit stattfinden.

„If work dominated your every moment, would life be worth living?“
Andrew Taggart

Für mich persönlich nimmt die Arbeit einen Teil meines Lebens ein, die größte Priorität hat Arbeiten für mich nicht mehr. Ich schaffe mir bewusste kurze und lange Pausen. Sei es mit der Familie im Garten, mit dem Hund beim Gassi oder auch der Urlaub ohne »mal schnell die Mails checken«.

Erfolg ist individuell und verändert sich

Ein erfolgreicher Geschäftsmann vor Hochhäusern

Die einzigen Anzeichen für Erfolg sind nicht mehr viel Geld, ein guter Job oder hohe Bekanntheit.

Erfolg ist höchst individuell und hat sich für mich in den letzten Jahren auch grundlegend als Messgröße verändert.

In klassischen Jobs und Rollen ist es einfach, Erfolg zu messen.

Je höher der Gehaltsscheck, die Position im Unternehmen und die Größe des Büros, desto erfolgreicher bin ich. Doch trügt diese scheinbar einfache Gleichung. Was hier als Erfolg beschrieben wird, ist von Außen definiert. Und führt oft nur von Außen betrachtet von Erfolg auch zum Glücklichsein.

Eine Studie von Gallup hat etwas Spannendes zum Thema Erfolg herausgefunden.

Als Antwort auf die Frage „Wie definierst du für dich persönlich Erfolg?“ haben 97 % der folgenden Aussage zugestimmt: „Eine Person ist erfolgreich, wenn sie ihren eigenen Interessen und Talenten gefolgt ist, um dort am besten zu sein, wo es ihr am wichtigsten ist.“ So weit, so gut.

Interessant wird es, wenn die Frage umgestellt und gefragt wird: „Wie definieren andere ihren Erfolg?“ So stimmen nur noch 8 % damit überein. Die restlichen 92 % sind eher bei der Aussage vom Anfang: „Eine Person ist erfolgreich, wenn sie reich ist, eine gute Karriere hat oder bekannt ist.“

Es ist wichtiger, was für dich persönlich Erfolg bedeutet.

Für mich sieht Erfolg heute anders aus, also vor ein paar Jahren. Heute sind mir Zeit mit der Familie, Freiheit in meinen Aufgaben und ehrliche und partnerschaftliche Zusammenarbeit wichtig. Und in allen Bereichen bin ich in meinen Augen erfolgreich. Und das ist einzige, was zählt.

Du musst Erfolg für dich definieren. Und darfst dich dabei nicht von äußeren Einflüssen, sondern deinem Herz ❤️ leiten lassen. Ein Zitat von Anna Quindlen fasst dies perfekt zusammen:

„If your success is not on your own terms, if it looks good to the world but does not feel good in your heart, it is not success at all.“
Anna Quindlen
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